Source: https://www.finanzagenda.de/positionen-und-papiere/europaeische-themen/kapitalmarktunion
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Die Kapitalmarktunion ist eine Initiative der Europäischen Kommission, mit der ein unionsweiter Binnenmarkt für Kapital geschaffen werden soll. Ihr Ziel ist es, dass Investitionen in sämtliche EU-Mitgliedstaaten fließen können und die Investitionen den Bürgern, Investoren und Unternehmen zugutekommen. Der Aktionsplan zur Kapitalmarktunion wurde am 24. September 2020 von der EU-Kommission vorgestellt und umfasst 16 Maßnahmen.
Kurzum wird die Kapitalmarktunion Ersparnis und Wachstum besser miteinander verknüpfen. Sie wird Sparern und Investoren zu mehr Wahlmöglichkeiten und besseren Renditen verhelfen. Sie wird Unternehmen in den verschiedenen Phasen ihrer Entwicklung mehr Finanzierungsmöglichkeiten eröffnen.
Aktionsplan der EU-Kommission zur Schaffung einer Kapitalmarktunion
Von stärker integrierten Kapitalmärkten innerhalb der EU soll zudem eine Effizienzsteigerung der europäischen Wirtschaft ermöglicht werden. Dies ist vor allem für den Übergang der EU zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft notwendig, der jährlich schätzungsweise 200 Milliarden Euro erfordern wird. Im Zuge der Schaffung einer Kapitalmarktunion sollen dabei vor allem kleine und mittlere Unternehmen in Zukunft genauso leicht Kapital am Finanzmarkt beschaffen können wie Großunternehmen.
Die 16 Maßnahmen aus dem EU-Aktionsplan beinhalten unter anderem die Einrichtung eines „European Single Access Point“ (ESAP, dt.: einheitlicher europäischer Zugangspunkt) und die Überprüfung des Rechtsrahmens von „European Long-term Investment Funds“ (ELTIF, dt.: Europäischer langfristiger Investmentfonds).
Die Kapitalmarktunion bietet aus unserer Sicht mehrere Chancen. Sie kann dabei helfen, die EU-Wirtschaft im internationalen Vergleich wettbewerbsfähiger und das Finanzsystem stabiler zu machen. Darüber hinaus ermöglicht sie mehr Investitionen.
Der ESAP soll Zugang zu aktuellen, standardisierten Finanz-/Nachhaltigkeitsdaten aller Unternehmen ermöglichen.
Der ELTIF gehört zu den Alternativen Investmentfonds (AIF) und soll ein nachhaltiges und integratives Wachstum fördern.
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