Das „Centre for European Policy Studies“ (CEPS) und das „European Capital Markets Institute“ (ECMI) haben im Dezember
2022 eine gemeinsame Studie mit dem Titel „Time to re-energise the EU’s capital markets“ veröffentlicht. Die Autoren
der Studie teilen die Auffassung, dass sich die europäischen Kapitalmärkte seit dem Start der Kapitalmarktunion weder
wesentlich weiterentwickelt, noch stärker integriert haben. Vielmehr hätten sich die Märkte stärker fragmentiert.
In der Studie wird ein neuer Ansatz zur Schaffung eines ausgewogenen europäischen Finanzsystems gefordert, das sich
effizienter auf die Marktfinanzierung fokussiert und Maßnahmen zur Weiterentwicklung der lokalen Kapitalmärkte
priorisiert. Insgesamt werden sieben Forderungen zur Stärkung der Kapitalmarktunion aufgestellt.
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Die
Vielfalt
der europäischen Kapitalmärkte
muss anerkannt werden
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Kleinanleger
sollten im
Mittelpunkt
des Kapitalmarktunion (KMU) Konzepts stehen
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Statt der
Harmonisierung
muss die EU die
gegenseitige Anerkennung und Interoperabilität auf den Kapitalmärkten
durchsetzen
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Die
KMU
muss
so offen wie möglich bleiben.
Hierfür müssen
Stabilität
und
Kontinuität
in der Regulierungslandschaft
garantiert werden.
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Die von der Europäischen Aufsichtsbehörden (ESAs) durchgeführten
Peer Reviews müssen stärker und besser genutzt werden
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Schaffung
von
umfassenden Key-Performance-Indicators
(KPIs), um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Akteure im internationalen Vergleich zu stärken
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Etablierung einer beratenden High-Level-Group Gruppe
, die den politischen Entscheidungsträgern regelmäßig ihre Ergebnisse vorstellt
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Ein
„Funding Escalator“
sollte zur Überwachung regionaler Marktökosysteme genutzt werden
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Zur Bewertung der Beteiligung von Privat- und institutionellen Anlegern bedarf es eines
„Investment Riskometers"
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Die KMU braucht einen
effizienten Verbriefungsmarkt
, um die Marktfähigkeit von Krediten zu verbessern