Source: https://www.finanzagenda.de/positionen-und-papiere/nationale-themen/weitere-themen/finanzen-und-junge-menschen
Die aktuelle Jugendstudie des Bankenverbandes zeigt ein wachsendes Interesse junger Menschen an Geldfragen. Trotz des gestiegenen Interesses und der höheren Investitionsquoten in Aktien und Wertpapiere bestehen erhebliche Defizite in der schulischen finanziellen Bildung, wobei insbesondere Geschlechterunterschiede in der Finanzplanung auffällig sind.
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Finanzielle Bildung ist ein wichtiger Teil für den Weg hin zu finanzieller Unabhängigkeit und einem verantwortungsvollen Umgang mit den eigenen Finanzen. Die aktuelle Jugendstudie des Bankenverbandes stellt in diesem Zusammenhang ein deutlich gestiegenes Interesse junger Menschen an finanziellen Themen fest. Hierbei wurden 700 junge Menschen im Alter von 14 bis 24 Jahren befragt. Drei Viertel der Befragten finden es wichtig oder sehr wichtig sich mit Geldfragen auseinanderzusetzen. Insbesondere Aktien und Wertpapiere sind in den letzten Jahren deutlich mehr in den Fokus junger Menschen geraten. 2018 investierten rund neun Prozent junger Menschen in diese Anlageformen, 2024 waren es schon 31 Prozent.
Umso wichtiger ist eine gute grundlegende Bildung im Bereich Finanzthemen. Die Studie des Bankenverbandes zeigt hierbei allerdings noch erhebliche Defizite, insbesondere bei der schulischen und finanziellen Bildung in Deutschland. Vier Fünftel der Befragten gaben an, in der Schule wenig oder so gut wie nichts über die Themen Wirtschaft und Finanzen gelernt zu haben. Ganze 92 Prozent würden sich aber mehr schulische Bildung zu den Themen wünschen. Als tatsächliche Hauptansprechpartner gaben mit 80 Prozent die meisten ihre Eltern an, Banken und Sparkassen landeten mit 37 Prozent auf Platz 3.
Deutliche Unterschiede sind laut der Studien jedoch in Bezug auf die Geschlechter festzustellen. Mädchen und junge Frauen beschäftigen sich nicht nur weniger intensiver mit Finanzplanung, sie legen auch durchschnittlich geringere Beträge zurück. Während in der Gruppe der jungen Männer 43 Prozent in Aktien oder andere Wertpapiere investiert haben, sind es bei jungen Frauen lediglich 17 Prozent.
Quellen:
Jugendstudie 2024: Finanzverhalten und Geldanlage der jungen Generation
Bankenverband Jugendstudie 2024: Finanzbildung mit Defiziten | Bankenverband Hinweis zur Studie: Das Marktforschungsinstitut Kantar hat im Dezember 2024 im Auftrag des Bankenverbands Deutscher Banken 1.003 Menschen im Alter ab 18 Jahren befragt. Die Befragungen erfolgten computergestützt telefonisch.