Source: https://www.finanzagenda.de/termine-und-gespraeche/mdb-audretsch-zu-besuch-bei-union-investment
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Zum Austausch zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzbranche begrüßten Dr. Stefan Mai, Leiter Vorstandsstab, Pascalina Cropp, Head of Unit Public Affairs, und Frederik Sieker, Leiter Verbindungsbüro Brüssel, den Bundestagsabgeordneten und stellv. Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Dr. Andreas Audretsch, in Frankfurt.
Im Fokus des Gespräches standen u.a. die Umsetzung der Taxonomie und die Entlastungspolitik der Bundesregierung. Dr. Audretsch betonte erneut die Kritik der Grünen an der Taxonomie, bei der Atomenergie und Kohle als nachhaltig eingestuft werden. Im Dialog war man sich einig, dass die Umsetzung der Taxonomie einheitliche Regeln für nachhaltige Produkte und Investitionen braucht um die Klimakrise zielgerichtet bekämpfen zu können. Auf europäischer Ebene müssten Einigungen erzielt werden um Investoren Klarheit zu verschaffen.
Zudem sei es ein weiterer wichtiger Punkt für Bündnis 90/Die Grünen gemeinsam mit Unternehmen Nachhaltigkeitskriterien in die Rechnungslegungsstandards zu integrieren. Dies sei eine Voraussetzung zur Schaffung von Transparenz.
Wir brauchen mehr Transparenz und Klarheit. Das bedeutet, dass bei Nachhaltigkeitsratings – sogenannte ESG-Standards – Mindestanforderungen auf europäischer Ebene verankert werden.
Dr. Andreas Audretsch
stellv. Fraktionsvorsitzender (Bündnis 90/ Die Grünen)
Die Ursache der aktuellen Inflationskrise sieht Dr. Audretsch bei der russischen Regierung und Wladimir Putin, der mit dem aktuellen „Energiekrieg“ die Inflation antreibe. Durch Investitionen in nachhaltige Projekte könnte man sich von fossiler Energie distanzieren und Russland seine wirtschaftliche Grundlage entziehen. Mit dem Zusammenspiel verschiedener Maßnahmen sieht er aber der Bewältigung der aktuellen Situation optimistisch entgegen. Die Bundesregierung habe bereits viele Maßnahmen umgesetzt und werde weiter daran arbeiten die Folgen der Energiekrise einzudämmen bewältigen.
Wenn wir Menschen und Unternehmen [Handwerk, Mittelstand] unterstützen und von den fossilen Energien wegkommen, und zugleich richtige Investitionen tätigen, dann schaffen wir es auch, Krisen zu bewältigen.
Mitglied des Deutschen Bundestages, Bündnis 90/Die Grünen